Herzlich Willkommen
bei der
Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu

Seit Ausrottung der katholischen Gemeinden in den 1930er Jahren durch die Kommunisten hatte der überlieferte Römisch-Katholische Ritus in Russland keinen Unterstützer mehr.

Erst rund 80 Jahre später sollte sich das ändern.

Im Jahre 2010 taten sich einige russische Katholiken zusammen und gründeten die Laienorganisation "Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu". Sitz der Gesellschaft ist Moskau. Schon zwei Jahre später gründeten Kursker Katholiken die erste Repräsentanz der Gesellschaft.

Die Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu vertritt die katholische Lehre, wonach die Hl. Messe die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus auf Golgotha ist. Diese Tatsache feiert die Katholische Kirche seit hunderten von Jahren im überlieferten Ritus.

Die Gesellschaft möchte, dass immer mehr Menschen in Russland die Hl. Messe als das verstehen, was sie ist, ein wahres Opfer.

Aus diesem Grund und angetrieben dem Wunsche des Heiligsten Herzen Jesu zu entsprechen will die Gesellschaft die Verbreitung der überlieferten Messe in ganz Russland. Die Gesellschaft will die Katholische Tradition jedoch nicht nur vorstellen, sondern, wo immer möglich, die Zelebration der überlieferten Messe wiederbeleben.

Dafür fährt die Gesellschaft jedes Jahr in eine andere russischen Stadt und organisiert und lädt ein zu Hl. Messen im überlieferten Ritus.

Seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 2010 zelebrierten die verschiedenen Priester, die die Gesellschaft auf ihrer mehrtägigen Jahresfahrt begleiteten in den folgenden Städten:

  • Moskau
  • Kursk
  • Vladimir
  • Berezniki
  • Tula
  • Tver
  • Perm und
  • Velikij Novgorod
  • Kazan

Fast immer ist das für die örtlichen Katholiken die erste Möglichkeit an der Messe im überlieferten Ritus teilzunehmen.

Mit diesem Dienst an Gott und den Menschen steht die Gesellschaft in dankbarer liebenden Antwort und Sühne zum Heiligsten Herzen Jesu.

In Moskau organisiert die Gesellschaft seit ihrer Gründung sonntäglich und an den meisten Feiertagen die Feier der Alten Messe (10.30 Uhr, Krypta der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau MariaAnfahrtsskizze).

Die Hl. Messe zelebriert Pater Augustin Dzendzel SDB. Er wurde im Alten Ritus geweiht und spendet auch weitere Sakramente im überlieferten Ritus. Informationen über die Messen an anderen Tagen und in anderen Städten können Sie rechtzeitig erhalten bei Anmeldung zu unserem Email-Rundbrief.

Wenn Sie Priester sind, und die heilige Messe nach dem alten Missale Romanum lesen können, dann würden wir uns freuen, Sie als Zelebranten in der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria in Moskau begrüssen zu dürfen. Wir organisieren alles hierfür Notwendige.


Wir wollen die Verbreitung der Alten Messe in ganz Russland auch weiter fortführen, aber ohne Ihre Hilfe geht es nicht!

Wie Sie uns konkret helfen können!

Beten und opfern Sie innigst!

  • für die Priester, die in Russland die Alte Messe zelebrieren;
  • dass immer mehr Russische Katholiken die Heilige Messe als ein wahres Opfer erkennen;
  • dass die Tridentinische Messe in Russland noch grössere Verbreitung findet.

Spenden Sie grossherzig
für die Alte Messe in ganz Russland!

Wir benötigen Ihre Spende zur Bezahlung

  • von Reise- und Unterkunftskosten des Priesters, der uns begleitet und die Heilige Messe zelebriert;
  • von Druckmaterialen, die wir vor der Katechese kostenlos an die Messbesucher ausgeben, u.a. russisch-lateinische Missale, Gebets- und Litaneikarten;
  • von Reparaturen und Neuanschaffung an unserem Bestand von liturgischen Gegenständen.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Für alle Wohltäter beten wir in der Heiligen Messe.

Ewiges Vergelt’s Gott für Ihre Hilfe!

Herzlichst aus Moskau,

Ihr
Gregor Huber

Leiter des Apostolates

Tel.: +7 916 877 22 38
Email:
gh@summorum-pontificum.ru

“Society of the Sacred Heart of Jesus”



Gregor Huber

Mein Name ist Gregor Huber und ich bin Leiter des Apostolates "Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu". Mit einigen Moskauer Katholiken habe ich am Hochfest Allerheiligen 2010 diese Laiengesellschaft gegründet.

Geboren bin ich in der Region Südbaden (Deutschland). Seit 2004 lebe und arbeite ich aber in Moskau, wo ich 2008 die heilige Messe im alten römischen Ritus erstmals besuchte.

Als praktizierender Katholik löste der Besuch der überlieferten heiligen Messe bei mir zwei Reaktionen aus: Einmal wurde mir klar, dass in dieser Liturgie der ganze katholische Glaube unverkürzt zur Ehre Gottes gefeiert wird.

Dann war ich aber auch überrascht, dass diese heilige Liturgie und das heilige Messopfer überhaupt in unserer Kirche so heftig kritisiert werden.
Das erschien mir als völlig sinnlos — ja sogar schädlich und sündhaft!

So war die Gründung der »Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu« für uns ein logischer, natürlicher und konsequenter Schritt hin zum Wiederaufbau der Tradition der Katholischen Kirche in Russland.

Die Gesellschaft unterstützt Katholiken in ganz Russland, die die Zelebration der Hl. Messe in ihrer Gemeinde aufbauen wollen.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Für alle Wohltäter beten wir in der Heiligen Messe.
Ewiges Vergelt’s Gott für Ihre Hilfe!

A Cruce Salus!

Für die Alte Messe in Russland,

Ihr
Gregor Huber

Tel.: +7 916 877-22-38
E-mail:
gh@summorum-pontificum.ru


Die Gesellschaft zelebrierte
in folgenden Städten:

Lesen Sie hier, was die Gesellschaft auf ihren Fahrten durch Russland erlebte:

2018KazanDon Reto Nay
2017--
2016Velikij NovgorodPater Mikhail Ermashkevitch OP
2015 Perm, TverKaplan Thomas Huber
2014TulaKaplan Thomas Huber
2013BereznikiKaplan Thomas Huber
2012Kursk, VladimirKaplan Thomas Huber
Seit 2010MoskauPater Augustin Dzendzel SDB

Der lateinisch-russische
Ordo Missæ
der Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu

Für ihr Apostolat hat die Gesellschaft einen lateinisch-russischen Ordo Missæ herausgegenben. Im folgenden finden Sie einige Information daraus uebersetzt ins Deutsche.

Vorwort zur 5. Auflage des Ordo Missæ

Sehr geehrte Leser!

Aus unterschiedlichen Gründen geriet die Tridentinische Messe, die in Wirklichkeit die Grundlage des überlieferten Römisch-katholischen Glaubens ist, in Vergessenheit.

Die Aufgabe der Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu ist es, russischen Gläubigen die Tridentinische Messe vorzustellen, und die Zelebration derselben in den Katholischen Gemeinden in Russland anzuregen.

Hierfür erstellt die Gesellschaft seit 2012 den Ordo Missæ. In Ihren Händen halten Sie nun schon die fünfte Ausgabe.

Aufgabe des Ordo Missæ ist es Russische Katholiken mit der Zelebration der Tridentinischen Messe vertraut zu machen. Der Ordo Missæ kommt zum Einsatz bei unseren jährlich stattfinden Besuchen in anderen Russischen Gemeinden. Der Ordo Missæ enthält die unveränderlichen Teile der Tridentischnischen Messe und ebenso eine Zusammenstellung der wichtigsten Gregorianischen Gesänge.

In diesem Buch finden Sie ebenso Information in welchem Rechtsrahmen die Tridentinische Messe heute gelesen werden kann und auch Informationen über die Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu selbst.

Möge dieses Buch für Sie Möglichkeit und Einladung sein mehr über die Tridentinische Messe zu erfahren. Die Tridentinische Messe enthält das gesamte Lehramt der Katholischen Kirche und ist ein reicher Schatz für das Glaubensleben eines jeden Gläubigen.

Segne Sie Gott!

 

Über die Regeln zur Zelebration der
Tridentinischen Messe in der heutigen Zeit

Im Jahre 2007 veröffentlichte Papst Benedikt XVI das Motu Proprio "Summorum Pontificum" das gleichzeitig die bis dahin geltenden Regeln von Papstes Johannes Paul II (Quattuor abhinc annos und Ecclesia Dei) ablöste.

Seit diesem Moment benötigt kein Priester mehr eine Erlaubnis zur privaten oder öffentlichen Zelebration der Tridentinischen Messe, weder vom örtlichen Bischof noch vom Vatikan.

Im Falle einer öffentlichen Zelebration der Messe nach dem Missale von 1962 kommt dem Ortspfarrer eine besondere Verantwortung zu. Er soll gerne den Wünschen der Gläubigen an einer solchen Messe teilzunehmen aufnehmen und die Messe in den Messablauf der Gemeinde einfügen. Er kann selbst diese Messe zelebrieren oder einen anderen ausgebildeten Priester damit beauftragen. Wenn dies nicht möglich ist, ist der Ortsbischof zu informieren.

Dem Bischof ist geraten dem Wunsch der Gläubigen nachzukommen. Wenn er jedoch die Zelebration dieser Messe nicht ermöglich kann, ist die Angelegeheit an die Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei" nach Rom zu übergeben.

Dem Pfarrer ist es auch erlaubt Sakramente im alten Ritus zu feiern, z.B., Taufe, Hochzeit.

Im Jahr 2011 wurde die Instruktion "Universæ Ecclesiæ" durch die Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei" veröffentlicht die die Anwendung der Normen des Motu Proprio "Summorum Pontificum" regelt.

U.a. regelt Punkt 22, dass die Diözesanen Bischöfe sich an Priester von durch die Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei" ernannten Institute wenden können mit der Bitte um Zelebration der Alten Messe oder um Messunterricht.

Punkt 28 legt fest, dass lediglich die Rubriken aus dem Jahre 1962 zur Anwendung kommen.

Besondere Anlässe in unserer
Traditionellen Gemeinde in Moskau


Festschriften:

Zur Verbreitung der Herz Jesu-Verehrung in Russland veröffentlicht die Gesellschaft zum Herz Jesu-Fest jährlich eine Festschrift. Autoren der Festschriften sind Priester, die in Russland die Tridentinische Messe zelebrierten.

In Deutsch erschien bis jetzt folgende Festschrift:

Predigten:

Über die Herz Jesu-Verehrung

Pius XII.

„…dass außerdem dieser Kult seine Wurzel in den Grundlagen der christlichen Lehre hat, findet seinen klaren Beweis darin, dass der Apostolische Stuhl jene liturgische Feier früher bestätigte [das erste liturgische Stundengebet fand am 20. Oktober 1672 statt] als die Schriften der hl. Margareta Maria (1647-1690). Man soll also nicht sagen, dass dieser Kult seinen Ausgang von einer göttlichen Privatoffenbarung genommen habe, noch dass er in der Kirche plötzlich dagewesen sei; er ist vielmehr wie von selbst erblüht aus lebendigem Glauben“.

(Enzyklika "Haurietis aquas", 1956)

Pius XI.

„Liegt nicht in dieser Andachtsform der Inbegriff der ganzen Religion und die Wegweisung zur Vollkommenheit? Denn leicht führt sie unseren Verstand zur tiefen Erkenntnis Christi, und nachdrücklich vermag sie die Herzen zu immer glühenderer Liebe und immer engerer Nachfolge des Heilands anzuspornen“.

(Enzyklika "Miserentissimus Redemptor", 1928)


Über den überlieferten Ritus

Kaplan Thomas Huber

Kardinal Joseph Ratzinger

Zu den Unterschieden des Taufritus im NO und im überlieferten Ritus.

"Es scheint mir bedauerlich, daß das neue Taufrituale anstelle dieser tiefgründigen Antwort — der Täufling begehre von der Kirche den Glauben und als sein Geschenk das ewige Leben — die banale Aussage gesetzt hat, der Täufling begehre die Taufe ... Mit dieser Änderung von fidem zu baptismum ist die Transzendenz des Vorgangs aus dem Taufgespräch gestrichen; nur noch der empirische Akt der Taufspendung wird als Ziel der Handlung genannt."
(Kardinal Joseph Ratzinger, Theologische Prinzipienlehre, München 1982, 108 Anm. 8).

"Es rührt daher an den Kern der Sache selbst, wenn im neuen Taufrituale die Idee der Stellvertretung kaum noch erkennbar ist, weil man die Eltern nicht mehr antizipativ den Glauben des Kindes bekennen läßt, sondern sie auffordert, in Erinnerung an ihre eigene Taufe ein Glaubensbekenntnis abzulegen. Damit ist der Sinn des Vorgangs bei gleichbleibenden Formeln tiefgehend verändert; die als Erinnerungsakte gekennzeichneten Aussagen stehen in keinem innernen Zusammenhang mehr mit der jetzt stattfindenden Taufe des Kindes."
(Kardinal Joseph Ratzinger, Theologische Prinzipienlehre, Muenchen 1982, 44 Anm. 13).

Über Kritik am überlieferten Ritus.

"Denjenigen, der glaubend und betend an der Eucharistie teilnimmt, muss der Augenblick zuinnerst erschüttern, in dem der Herr herniedersteigt und Brot und Wein umwandelt, so dass sie nun sein Leib und sein Blut werden. Es kann gar nicht anders sein, als dass wir vor diesem Geschehen in die Knie sinken und ihn grüssen."
(Joseph Kardinal Ratzinger, Präfekt der Glaubenskongregation, Der Geist der Liturgie, S. 182)

"Die Ächtung der bis 1970 gültigen Form von Litur­gie muss aufhören. Wer sich heute fur den Fortbestand dieser Liturgie einsetzt oder an ihr teilnimmt, wird wie ein Aussätziger behandelt; hier endet jede Toleranz... Derlei hat es in der ganzen Geschichte nicht gegeben, man ächtet damit ja auch die ganze Vergangenheit der Kirche. Wie sollte man ihrer Gegenwart trauen, wenn es so ist? Ich verstehe, offen gestanden, auch nicht, warum so viele meiner bischöflichen Mitbrüder sich weitgehend diesem Intoleranzgebot unterwerfen, das den nötigen inneren Versöhnungen in der Kirche ohne einsichtigen Grund entgegensteht."
(Joseph Kardinal Ratzinger, Gott und die Welt - Glauben und Leben in unserer Zeit, Ein Gespräch mit Peter Seewald, 2. Aufl., München 2000, S.357)

"Es ist überhaupt nicht einzusehen, was [am alten Ritus] gefährlich oder unannehmbar sein sollte. Eine Gemeinschaft, die das, was ihr bisher das Heiligste und Höchste war, plötzlich als strikt verboten erklärt und das Verlangen danach geradezu als unanständig erscheinen lässt, stellt sich selbst in Frage. Denn was soll man ihr eigentlich noch glauben? Wird sie nicht morgen wieder verbieten, was sie heute vorschreibt?"
(Joseph Kardinal Ratzinger, Salz der Erde, Heyne, 2001, S. 188)

"Es ist gar nicht wahr, dass der vollständige, ununterbrochene laute Vortrag des Hochgebets die Bedingung für die Beteiligung aller an diesem zentralen Akt der Eucharistiefeier sei.... Wer je eine im stillen Kanongebet geeinte Kirche erlebt hat, der hat erfahren, was wirklich gefülltes Schweigen ist, das zugleich ein lautes und eindringliches Rufen zu Gott, ein geisterfülltes Beten darstellte."
(Joseph Kardinal Ratzinger, Der Geist der Liturgie, S. 184f).